Vorurteile gegen Flüchtlinge – 16 Fakten

1. Flüchtlinge bekommen mehr Geld als ein Hartz IV Empfänger. Nein. Sie müssen sogar mit weniger Geld leben als das, was für jeden Deutschen als menschenwürdiges Existenzminimum angesehen wird. Das sind derzeit rund 400 Euro pro Monat. Asylbewerber bekommen zwar eine Unterkunft, Essen und ein kleines Taschengeld, die Summe dieser Leistungen liegt aber zwischen 287 und 359 Euro je Monat und damit unter dem Hartz-IV-Satz. 2. Alles nur Wirtschaftsflüchtlinge! Flüchtlinge, die hierzulande Asyl erhalten wollen, müssen belegen, dass sie wegen “Rasse, Religion, Nationalität, politischen Überzeugung oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe” in ihrer Heimat Verfolgung fürchten müssen. Sehr viele Menschen verlassen aus einem dieser Gründe ihre Heimat. Sie sind keine Wirtschaftsflüchtlinge. 3. Ausländer nehmen arbeitslosen Deutschen die Arbeit weg. Asylbewerber dürfen nicht einfach so in Deutschland arbeiten. Flüchtlinge haben einen “nachrangigen Arbeitsmarkt-Zugang”. Das heißt, dass sie mindestens drei Monate auf eine Arbeitserlaubnis warten müssen. Dann wird jedoch zunächst geprüft, ob ein Deutscher oder ein EU-Bürger den Job machen kann, bevor ein Flüchtling die Arbeitserlaubnis erhält. Diese Regelung verhindert, dass ein Asylbewerber einem arbeitslosen deutschen Bewerber den Job wegnimmt. Erst nach diesen 3 Monaten in Deutschland können Asylbewerber und geduldete Flüchtlinge ohne diese Einschränkungen arbeiten. Das hat negative Folgen: So lange Flüchtlinge nicht arbeiten dürfen, können sie auch keine Steuern und Sozialabgaben zahlen, von denen alle profitieren würden. 4. Asylbewerber sind krimineller als Deutsche. Dass Ausländer oder Asylbewerber krimineller seien als Deutsche ist ein Vorurteil, das nicht den Tatsachen entspricht. Polizei-Statistiken zeigen, dass weder die Kriminalität rund um Flüchtlingsheime steigt, noch dass Menschen nicht-deutscher Herkunft krimineller sind als Deutsche. Wahr ist, dass in allen Gesellschaftsgruppen Gesetze gebrochen werden. 5....

Aktuelle Informationen vom 29.01.2016

Liebe Unterstützerinnen, liebe Unterstützer, liebe Ehrenamtliche, nach langem Warten sind die „Neuen“ nun seit dem 13. Januar in Schriesheim angekommen. Sie kommen aus Afghanistan, Syrien, Irak, Iran und Pakistan. Neben ihrer eigenen Muttersprache, sprechen einige sehr gut Englisch. Jede/jeder hat ihre/seine ganz individuelle Geschichte und eine können Sie in dem RNZ-Bericht „In ihrem Land war immer Krieg“ nachlesen, die einen sehr berührt. (Hier klicken zum Lesen) Nun sind sie über eine Woche in Schriesheim und es hat sich in dieser kurzen Zeit sehr viel getan. Es haben sich dankenderweise sehr viele für eine Patenschaft gemeldet, so dass allen Personen Paten zugeordnet werden konnte. Am vergangen Freitag haben die Paten ihre neuen Schützlinge kennengelernt und diese natürlich ihre Paten. Alle waren sehr beeindruckt von den ersten Begegnungen. Alle Interessierten für eine Patenschaft, die nun nicht zum Zuge gekommen sind, lade ich ganz herzlich zum Willkommenstreff ins Café mittendrin ein, das jeden Freitag 15 Uhr stattfindet. Es ergeben sich immer wieder neue Möglichkeiten sich einzubringen. Immer mehr entwickeln sich die spartanisch ausgestatten Zimmer zu wohnlichem Wohnraum. Allerdings können wir lange nicht alles annehmen, da die Zimmer sehr klein sind. So haben sie kleinere Möbelstücke, Geschirr und Wäsche von der Flüchtlingshilfe bekommen und konnten in der Halle von Georg Grüber, von Herrn Böttinger (DRK) organisiert, auf einem mobilen Kleidermarkt kostenlos shoppen. Bei aller Hilfsbereitschaft aus der Bevölkerung und den Hilfsaktionen wollen wir jedoch unser Motto nicht aus den Augen verlieren: „Hilfe zur Selbsthilfe“. Das ist ganz wichtig: Raus gehen, die Stadt erkunden und selber die neue Welt entdecken. Das tun erfreulicherweise auch schon einige. Gleich beginnen konnten die Flüchtlinge auch mit Deutschkursen....

Aktuelle Informationen vom 15.01.2016

Liebe Unterstützerinnen, liebe Unterstützer, liebe Ehrenamtliche, die „Neuen“ sind seit Mittwoch da. 21 Einzelpersonen (16 Männer, 5 Frauen), 8 Familien, darunter ist ein Kleinkind, 4 Kinder im Kiga-Alter, 2 Kinder für die Grundschule und 11 Jugendliche zwischen 10 und 17 Jahren. Sie sind alle aufgeteilt auf 22 Zimmer. Wir suchen nun ganz dringend jedes Zimmer einen oder zwei Paten. Daher nun die Bitte an Sie: Wer sich vorstellen kann ein Zimmer zu übernehmen, meldet sich bitte bei uns. Aus organisatorischen Gründen kann ich im Moment nur den Wunsch erfüllen: Zimmer mit Familien (je Familienzimmer 3-4 Personen) Zimmer mit Einzelpersonen (hier sind je Zimmer 2-4 Personen mit je nur Männern oder nur Frauen) Sie können mir folgende Rückmeldung geben und ankreuzen, was für Sie in Frage kommt. Name Pate/in: Familienzimmer: Einzelzimmer: a) Männer b) Frauen In erster Linie möchten wir mit dem Modell Patenschaften nur, dass die Patin / der Pate sich lediglich der Familie oder den Einzelpersonen annimmt und ihre Belange an uns KoordinatorInnen weitergibt. Die Patenschaften werden freiwillig geschlossen. Paten engagieren sich ehrenamtlich und ohne Entgelt. Die Paten geben den Flüchtlingen Hilfe zur Selbsthilfe, d. h. Hilfestellung soll da gegeben werden, wo sie nötig ist und immer darauf zielen, dass die Flüchtlinge ihre Angelegenheiten selbständig regeln. Flüchtling und Pate/Patin bestimmen Inhalte der Patenschaft selbst und in Kontakt und Austausch mit der Flüchtlingshilfe. Die Dauer einer Patenschaft orientiert sich am Bedarf im Einzelfall. Regelmäßige Treffen der Paten Zwecks Austausch unter den Paten/innen. Wenn Sie Fragen haben, so melden Sie sich bei mir. Wir können dann im Einzelfall näheres...

Aktuelle Informationen vom 12.01.16

Liebe Unterstützerinnen, liebe Unterstützer, liebe Ehrenamtliche, zuerst möchte ich Ihnen, wenn auch etwas verspätet, ein schönes, gesundes und friedvolles neues Jahr wünschen. Ich freue mich auch in 2016 auf weitere viele tolle Begegnungen und was wir noch gemeinsam bewegen wollen. Die Flüchtlingshilfe wurde 2015 mit einer sehr großzügigen Spende durch den Sponsorenlauf der Schüler*innen des Kurpfalzgymnasiums bedacht, aber auch die vielen anderen Spenden konnten das Spendenkonto gut füllen. Herzlichen Dank an alle. Wir werden das Geld auch gut gebrauchen, für die Projekte der Integration der Flüchtlinge. Denn wie sie bereits aus der Presse erfahren konnten, kommen die neuen Flüchtlinge am Mittwoch in die Carl-Benz-Straße. Im Anhang finden Sie die Artikel darüber. Wir werden mit einer kleinen Gruppe die Neuankömmlinge empfangen. Allerdings ohne großes tum tum. Sie sollen erst einmal in Ruhe ankommen und ihre neue Unterkunft beziehen. Und dann, nach und nach, je nach Situation und Lage entscheiden wir, was zu tun ist. Ich werde Sie auf dem Laufenden halten. Ich werde mich dann auch bei den Personen melden, die für eine Patenschaft Interesse gezeigt haben. Ein Willkommensabend wird es auch wieder geben, so wie bei unseren Syrischen Familien damals. Das Treffen im Café mittendrin jeden Freitag ab 15 Uhr, soll auch für die Neuen und Ihnen die Möglichkeit bieten, sich näher kennenzulernen. Sprachkurs „wartet“ bereits schon auf sie. Eine ganz tolle Nachricht ist, dass die Stadt Schriesheim ab März eine Flüchtlingsbeauftragte haben wird. Sie wird u.a. die Arbeit zwischen den Ehrenamtlichen und den Flüchtlingen koordinieren. Die Familien aus dem kleinen Mönch warten leider immer noch auf ihre Anerkennung. So können sie noch nicht in eine eigene Wohnung ziehen....

Aktuelle Informationen vom 03.12.15

Liebe Unterstützerinnen, liebe Unterstützer, liebe Ehrenamtliche, beginnen möchte ich mit einer erfreulichen Nachricht. Nach über einem Jahr warten, haben die Familie aus dem Kleinen Mönch nun endlich letzte Woche ihre Anhörung in Karlsruhe gehabt. In den nächsten zwei Monaten werden sie dann einen Bescheid über ihre Anerkennung bekommen. Danach kann die Wohnungssuche losgehen. Alle 5 Familien wollen in Schriesheim bleiben, daher schauen wir bereits heute schon nach möglichem Wohnraum. Wir würden uns sehr freuen, wenn auch Sie in ihrem Umfeld rumfragen, ob es frei stehende Wohnungen gibt, die zur Vermietung zur Verfügung gestellt werden können; 2-3 Zimmer-Wohnungen, zw. 60 und 90 qm. Als weiteren Schritt muss geschaut werden, wie wir die Leute in Arbeit bringen. Die vorläufige Beschäftigung auf dem Bauhof über 1-Euro-Jobs ist bis heute nicht angelaufen. Hier prüft die Verwaltung seit Monaten. Wir lassen sie nun weiterprüfen und werden selber aktiv. Es besteht auch die Möglichkeit über Gemeinnützige Vereine zu gehen. Ansonsten ist es ruhig im Kleinen Mönch geworden, was den Lärm angeht. Der Besuch der Ganztagesgrundschule tut den Kindern gut und auch der Nachbarschaft 😉 Die Grundschulkinder und ihre Eltern bekommen Unterstützung von ihren Patinnen, die sie durch das Schuljahr begleiten. Hier ein Dankeschön an alle Patinnen. Frau Prandhoff kümmert sich weiterhin um die Vereinsaktivitäten der Kinder. Die Vereine leisten hier eine große Integrationsarbeit. Vielen Dank. Die Arbeitsgruppe Dialog und Kultur hat bei ihrem letzten Treffen einige tolle Ideen zusammengetragen, die ab Januar umgesetzt werden. Hier möchte ich aber noch nichts vorwegnehmen. Wir halten Sie auf dem Laufenden. Es gibt auch viele Fragen über die „neuen Flüchtlinge“, wann sie kommen, wer kommt. Leider habe ich hier...

RefugeeGuide – So lebt man in Deutschland

Der RefugeeGuide soll es Flüchtlingen erleichtern das Leben in Deutschland zu verstehen. Wieso schweigen sich Deutsche in Bus und Bahn an? Wieso bedeutet ein Lächeln nicht gleich wilde Flirterei? Wie begrüßt man sich in Deutschland? Wie verhält es sich mit Behörden und Behördengängen? Und und und Der Guide wurde von vielen Ehrenamtlichen und MigrantInnen erarbeitet und steht in unterschiedlichen Sprachen bereit. Die offizielle Webseite lautet www.refugeeguide.de. Wer will, kann sich den Guide aber auch hier herunterladen. Es gibt ihn auf der Webseite übrigens auch in unzähligen anderen...