Aktuelle Informationen vom 29.01.2016

Liebe Unterstützerinnen, liebe Unterstützer, liebe Ehrenamtliche,

nach langem Warten sind die „Neuen“ nun seit dem 13. Januar in Schriesheim angekommen. Sie kommen aus Afghanistan, Syrien, Irak, Iran und Pakistan. Neben ihrer eigenen Muttersprache, sprechen einige sehr gut Englisch. Jede/jeder hat ihre/seine ganz individuelle Geschichte und eine können Sie in dem RNZ-Bericht „In ihrem Land war immer Krieg“ nachlesen, die einen sehr berührt. (Hier klicken zum Lesen)

Nun sind sie über eine Woche in Schriesheim und es hat sich in dieser kurzen Zeit sehr viel getan. Es haben sich dankenderweise sehr viele für eine Patenschaft gemeldet, so dass allen Personen Paten zugeordnet werden konnte. Am vergangen Freitag haben die Paten ihre neuen Schützlinge kennengelernt und diese natürlich ihre Paten. Alle waren sehr beeindruckt von den ersten Begegnungen. Alle Interessierten für eine Patenschaft, die nun nicht zum Zuge gekommen sind, lade ich ganz herzlich zum Willkommenstreff ins Café mittendrin ein, das jeden Freitag 15 Uhr stattfindet. Es ergeben sich immer wieder neue Möglichkeiten sich einzubringen.

Immer mehr entwickeln sich die spartanisch ausgestatten Zimmer zu wohnlichem Wohnraum. Allerdings können wir lange nicht alles annehmen, da die Zimmer sehr klein sind. So haben sie kleinere Möbelstücke, Geschirr und Wäsche von der Flüchtlingshilfe bekommen und konnten in der Halle von Georg Grüber, von Herrn Böttinger (DRK) organisiert, auf einem mobilen Kleidermarkt kostenlos shoppen.

Bei aller Hilfsbereitschaft aus der Bevölkerung und den Hilfsaktionen wollen wir jedoch unser Motto nicht aus den Augen verlieren: „Hilfe zur Selbsthilfe“. Das ist ganz wichtig: Raus gehen, die Stadt erkunden und selber die neue Welt entdecken. Das tun erfreulicherweise auch schon einige.

Gleich beginnen konnten die Flüchtlinge auch mit Deutschkursen. Diese finden vormittags von Montag bis Freitag im Unterrichtskreis unter der Leitung von Frau Okello statt. Herr Thieße und Frau Mergenthaler kümmern sich um die schwächeren und längerfristig müssen auch für einige Alphabetisierungskurse angeboten werden.

Von den Sozialarbeitern werden die Kinder und Jugendlichen in den Schulen angemeldet. Es gibt auch bereits die ersten Schultermine. Auch die ganz Kleinen werden ihren Platz bald im Kindergarten finden.

Gestern Abend waren die ersten auch schon auf dem Sportplatz zum Fußballspielen. Ursel und Jochen Prandhoff setzen sich unermüdlich dafür ein, dass alle die Lust haben, ins Vereinsleben integriert werden.

Wie bei der Ankunft der syrischen Familien aus dem Kleinen Mönch, wird es ein Willkommenstreffen geben. Dieser ist in Vorbereitung. Termin und Ort wird noch bekannt gegeben.

Noch ein paar Zeilen zu unseren „Alten“:

Die ersten Familien aus dem Kleinen Mönch haben schon ihre Anerkennung. Nach 1 ½ Jahren warten. Das hat sich ganz schön zäh hingezogen. Theoretisch könnten sie nun aus der Unterkunft raus und in eine eigene Wohnung ziehen. Wir bauen immer noch auf Ihre Hilfe und Unterstützung bei der Suche nach Wohnraum für die 5 Familien. Vielleicht kennen Sie Eigentümer, die leer stehende Wohnungen haben.